Festliche Diessenhofer Konfirmation

Sieben Diessenhofer Konfirmandinnen und Konfirmanden wurden in einem ebenso feierlichen wie fröhlichen Gottesdienst am vergangenen Sonntag 15. Juni eingesegnet und bekräftigten so den Bund ihrer Taufe. Unter Leitung von Diakonin Karin Schmid-Müller und Pfarrer Gottfried Spieth zogen die jungen Leute unter festlichen Orgelklängen in die Stadtkirche ein. Eine große Schar aus Familie, Freunden, Verwandten, Gemeinde, Gästen aus nah und fern empfing sie respektvoll erwartungsfroh.

Ein wunderbares Geflecht klassischer und moderner Lieder, Songs und Improvisationen, dargeboten von Organistin Annedore Neufeld an Orgel und Klavier und der Jugendband mit packenden Sologesängen unter Leitung von Tanja Aeberhardt, sorgte mit einer perfekten Licht- und Tontechnik für ein attraktives Ambiente, eine vertiefte geistliche Atmosphäre und gelassen-lockere Stimmung. Die Gebete, von den jungen Leuten vortragen, waren an den dreieinigen Gott adressiert mit Anliegen bedürftiger Menschen aus nah und fern, aber genauso verbunden mit Dank für den bisher erfahrenen Schutz und Schirm von oben mit erwartungsfrohem Ausblick auf die eigene Zukunft in Lehre und Ausbildung. Die Präsidentin der Kirchgemeinde Jael Mascherin begrüsste die jungen Freundinnen und Freunde als neue Gemeindeglieder und erläuterte den Sinn der Konfirmation, ausgehend vom lateinischen Wort confirmare = Befestigung im Glauben.

Sodann wurde ein Film vorgeführt, von den Konfirmanden selbst gedreht, über den „Kerkermeister aus Philippi“ (Apostelgeschichte des Lukas Kapitel …). Mit plastischen Szenen wurde das dramatische Gefängniserfahrung der apostolischen Missionare Paulus und Silas vorgeführt samt urplötzlicher Befreiung durch ein Erdbeben, weil dafür intensiv gebetet wurde. Ein Dialog schloss sich an mit dem Gefängniswärter, der sich zunächst das Leben nehmen wollte, aber durch den tatkräftigen Trost der Apostel von diesem törichten Schritt abgehalten wurde und noch in der selben Nacht zum Glauben an Gott und Jesus fand. Die Taufe dieses Kerkermeisters wurde von der Diessenhofer Konfirmandengruppe  aus der nordgriechischen Stadt Philippi kurzerhand in den nahegelegenen Rhein verlegt: die gezeigte Filmszene in den Rheinfluten mit vollkommen authentisch wirkender Taufe war der Höhepunkt des genialen Filmtheathers.

In ihrer Festpredigt knüpfte Diakonin Karin Schmid-Müller an diese Begebenheit an. Sie schilderte die Zuversicht, die auf Taufe und Glauben beruht, und warb für ein urlebendiges Gottvertrauen. Dies tat sie, indem sie Jesus Christus in den Mittelpunkt stellte als Kern und Stern des jungen Lebens, das in wunderschöner Weite und Breite vor den Jugendlichen liege und das es wert sei, unter der Leitung von Jesus Christus ebenso fröhlich wie tatkräftig in Angriff genommen zu werden.

Anschliessend wurden die sieben Schülerinnen und Schüler mit dem klassisch-ehrwürdigen Konfirmationssegen gesegnet, der die evangelische Kirche seit Jahrhunderten prägt und auf den Strassburger Reformator Martin Bucer zurückgeht: „Gott Vater Sohn und Heiliger Geist, gebe dir seine Gnade, Schutz und Schirm vor allem Argen,  Kraft und Hilfe zu allem Guten … um deines Erlösers Jesus Christus willen …“ Diakonin Schmid-Müller und Pfarrer Gottfried Spieth vollzogen diesen Segen, unterstützt von Technik-Leiter David Oberholzer. Von der ganzen Gemeinde zusammen mit den Konfirmanden wurde das apostolische Glaubensbekenntnis gesprochen. Nach Unser Vater und Segen zogen die jungen Leute zusammen mit den beiden Geistlichen unter Orgelklängen feierlich aus dem Kirchenschiff aus. Draussen auf dem Vorplatz wartete schon ein feinen  Apero. Damit wurde der Vormittag gesellig fortgesetzt, begleitet von ebenso flotten wie beschwingten Bläserklängen der Diessenhofer Stadtmusik unter Leitung von Rolf Vetter. In dankbar gelöster Stimmung inmitten eines grossen Vertrauenskreises von Eltern, Grosseltern, Paten, Verwandten und der Gemeinde klang dieser denkwürdige Diessenhofer Konfirmationsmorgen aus.